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Die Poesie der Zeichensetzung

Studien zur Stilistik der Interpunktion
 Taschenbuch
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ISBN-13:
9783034310000
Einband:
Taschenbuch
Erscheinungsdatum:
01.03.2012
Seiten:
456
Autor:
Alexander Nebrig
Gewicht:
714 g
Format:
223x152x32 mm
Sprache:
Deutsch
Beschreibung:

Exklusives Verkaufsrecht für: Gesamte Welt.
Inhalt: Alexander Nebrig/Carlos Spoerhase: Für eine Stilistik der Interpunktion - Jörg Trempler: Richard Galpin. Literarische Satzzeichen auf Leinwand - Alexander Nebrig/Carlos Spoerhase: Über den Aufbau und die Beiträge dieses Bandes - Theodor W. Adorno: Satzzeichen (1956) - Hans-Georg Gadamer: Poesie und Interpunktion (1961) - Jürgen Stenzel: Versuch einer Hermeneutik der Satzzeichen (1966) - Lutz Danneberg: Das perforierte Gewand: Geschichte und hermeneutische Funktion von dictinctiones, partitiones und divisiones - Hans-Jürgen Scheuer: Die Zeichensetzung ist eine Frau namens Eleonore. Aus dem Imaginarium der vormodernen Interpunktion - Andrea Polaschegg: Ausdruckskunst! Satzzeichen als Indizien des Affekts in Ode und Briefroman des 18. Jahrhunderts - Ethel Matala de Mazza: Asteriske und Oberbeistrichlein. Über Fehlanzeigen in Herders und Goethes Volkspoesie - Ralf Klausnitzer: «(die Schriftgelehrten mögen ihn erklären)». Zum Kommagebrauch des Heinrich von Kleist - Ernst Osterkamp: Drei Punkte. Capriccio über ein Ärgernis - Joachim Rickes: (Anstands-)Striche in Heinrich Heines Gedicht «Beine hat uns zwei gegeben/Gott der Herr» - Joseph Vogl: Der Gedankenstrich bei Adalbert Stifter - Steffen Martus: Stefan Georges Punkte - Michael Kämper-van den Boogaart: Nachgelesen!!! Adorno ausgeBECHERt: Zur Lektüre expressionistischer Ausrufungszeichen - Ulrike Vedder: «Verhoffen»: Gedankenstriche in der Lyrik von Ingeborg Bachmann, Nelly Sachs und Paul Celan - Erhard Schütz: Der Einzige und die Typenwirtschaft. Satz- und andere Zeichen bei Arno Schmidt - Roland Berbig: «und sie, das Kind das ich war». Satzzeichen und Zeichensetzung bei Uwe Johnson Stichproben - Norbert Fries: Spatien oder Die Bedeutung des Nichts.
Satzzeichen sind für Literatur konstitutiv, moderne Schriftlichkeit ohne sie undenkbar. Dennoch spielen die Zeichen, die zwischen den Wörtern stehen, in der literaturwissenschaftlichen Praxis nahezu keine Rolle. Von berühmten Beispielen wie Heinrich von Kleists Gedankenstrich in der «Marquise von O...» abgesehen, hat der virtuose Gebrauch von Satzzeichen, der sich bei großen Autoren der deutschen Literatur beobachten lässt, bisher keine angemessene stilistische Aufmerksamkeit gefunden. Dem vorliegenden Band geht es um eine literatur- und kulturhistorische, aber auch stilistische Rekonstruktion der vielfältigen Formen und Funktionen der Satzzeichenverwendung und -wahrnehmung. Die Beiträge entwerfen eine differentielle Beschreibung der Verwendung von Satzzeichen in Bezugstexten unterschiedlicher literarischer Epochen, Strömungen und Autoren. Ergänzt werden die 16 Originalbeiträge durch drei klassische Studien der Interpunktionsstilistik von Theodor W. Adorno, Hans-Georg Gadamer und Jürgen Stenzel.

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